Kandern spart Wasser: Stadt ergreift erste Maßnahmen

Meldung aus Kandern
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Auch wenn die Grundversorgung mit Wasser nach wie vor gut gewährleistet werden kann, ist die derzeitige Wassersituation in Kandern angespannt. Die Leistungen der Quellen gehen zurück, während der Wasserverbrauch weiterhin hoch ist und immer wieder ansteigt. Die Stadt Kandern reagiert darauf mit ersten Wassersparmaßnahmen im öffentlichen Bereich. Gleichzeitig bittet sie die Bürgerinnen und Bürger, ebenfalls bewusst und sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Bürgermeisterin Simone Penner betont: „Jeder eingesparte Liter hilft dabei, die Versorgung auch bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen sicherzustellen.“

Aktuelle Wassersituation in Kandern

Die anhaltende Hitze wirkt sich zunehmend auf die Wasserversorgung in Kandern aus. Während die verfügbaren Wassermengen zurückgehen, bleibt der Verbrauch der Bevölkerung hoch und steigt immer wieder an. Gleichzeitig treten zunehmend Verbrauchsspitzen auf. 

Die vorhandenen Wasserbehälter der Stadt Kandern können derzeit noch in der notwendigen Balance gehalten werden. Bei gleichbleibend hohem Verbrauch und weiter zurückgehenden Quellleistungen wird es jedoch zunehmend schwieriger, diese auszugleichen.

Deshalb ist es wichtig, Trinkwasser nur dort zu verwenden, wo es wirklich notwendig ist, und auf vermeidbaren Wasserverbrauch zu verzichten.

Die Stadt Kandern stellt klar: „Das Wasser reicht für die notwendige Versorgung – aber nicht für einen sorglosen zusätzlichen Verbrauch.“ Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es deshalb, den Wasserverbrauch und insbesondere Verbrauchsspitzen zu reduzieren und damit zur Sicherung der Wasserversorgung beizutragen.

Keine Ausgabe von Garten- und Hydrantenzählern

Aufgrund der aktuellen Situation wurde bereits seit Freitag, 07.08.2026 die Ausgabe von Garten- und Hydrantenzählern eingestellt.

Hintergrund sind unter anderem zunehmende Anfragen nach Gartenzählern für die Bewässerung privater Gärten und Rasenflächen sowie nach Hydrantenzählern. Durch die vorübergehende Einstellung der Ausgabe sollen zusätzliche Wassermengen und Verbrauchsspitzen vermieden werden.

Stadt Kandern reduziert eigene Bewässerung

Die Stadt Kandern geht beim Wassersparen selbst mit gutem Beispiel voran und reduziert deshalb die Bewässerung im öffentlichen Raum.

Städtische Blumenkästen und Kübel werden ab sofort nicht mehr regelmäßig bewässert. Wenn die Pflanzen aufgrund der Trockenheit verwelken, werden die betroffenen Kästen nach und nach abgehängt. Regulär wären die Blumenkästen ohnehin in rund zwei Monaten zum Ende der Saison entfernt worden.

Weiterhin bewässert werden nur noch wichtige Grünanlagen und Bäume sowie neu angelegte Pflanzungen, wenn deren Verlust und eine notwendige Neuanlage mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden wären. Dazu gehören beispielsweise die neu angelegten Pflanzungen rund um das Rathaus sowie schützenswerte Bäume im öffentlichen Raum, die Schatten spenden und einen wichtigen Beitrag zu einem guten Stadtklima leisten. So soll Wasser dort eingespart werden, wo ein vorübergehender Verzicht auf Bewässerung vertretbar ist.

Brunnen am Trinkwassernetz werden vorübergehend abgestellt

Auch bei den öffentlichen Brunnen reduziert die Stadt den Trinkwasserverbrauch.

Brunnen, die unmittelbar an das Trinkwassernetz angeschlossen sind, werden vorübergehend abgestellt, soweit dies technisch möglich ist. Damit wird Trinkwasser eingespart, das andernfalls allein für den Betrieb dieser Brunnen benötigt würde.

Stadt bittet Bevölkerung, beim Wassersparen mitzuhelfen

Die Maßnahmen der Stadt allein reichen nicht aus, um den Wasserverbrauch insgesamt deutlich zu reduzieren. Deshalb bittet die Stadtverwaltung auch alle Bürgerinnen und Bürger um einen bewussten und sparsamen Umgang mit Trinkwasser.

Insbesondere sollte derzeit darauf geachtet werden,

  • Blumen und Gärten nur so viel wie unbedingt notwendig zu bewässern und auf die Bewässerung von Rasenflächen möglichst zu verzichten, 

  • Pools möglichst nicht mit Trinkwasser nachzufüllen, 

  • unnötigen Wasserverbrauch im Alltag, etwa durch laufendes Wasser oder Vollbäder, zu vermeiden, 

  • auf die Reinigung von Terrassen, Hofflächen oder Fahrzeugen mit Trinkwasser möglichst zu verzichten und 

  • den eigenen Wasserverbrauch insgesamt auf das Notwendige zu reduzieren.

Jede eingesparte Wassermenge trägt dazu bei, den Gesamtverbrauch und damit das Wasserversorgungssystem zu entlasten.

Entwicklung wird weiter beobachtet

Die Stadt Kandern beobachtet gemeinsam mit den Verantwortlichen der Wasserversorgung die weitere Entwicklung. Die getroffenen Maßnahmen werden entsprechend der weiteren Wasser- und Wetterlage überprüft und bei Bedarf angepasst.

Ziel ist es, frühzeitig und verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation umzugehen und die vorhandenen Wasserressourcen zu schonen.

Die Stadtverwaltung bittet deshalb um Verständnis für die sichtbaren Auswirkungen der Maßnahmen, beispielsweise verwelkende oder vorzeitig entfernte Blumenkästen und abgestellte Brunnen, und dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch einen sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zur Entlastung der Wasserversorgung beitragen.